Mit Essen spielt man nicht! Schweizer Banken mit ethischen Grundsätzen

Was Mama uns als Kind schon immer sagte, gilt auch dann noch, wenn wir dem Kindesalter schon längst entwachsen sind. Doch was haben Nahrungsmittel mit unseren Banken zu tun?

Spekulationen verursachen Hungersnöte
Wusstest du, dass Fonds und Banken u. a. mit deinem Geld z. B. auf die Entwicklung von Nahrungsmittelpreisen wetten und die dann künstlich in die Höhe treiben? Angesichts der weltweit 795 Millionen hungernden Menschen (Quelle: State of Food Insecurity in the World, FAO 2015) inakzeptabel. Wie wäre es, wenn du von deinem Einkommen 60-80% für dein Essen ausgeben müsstest? Wie diese Spekulationen funktionieren, erklären einfach und nachvollziehbar z. B. unten stehende Videos. Doch bei welchen Banken, die solche Machenschaften nicht unterstützen und das Geld in soziale, nachhaltige und ethisch korrekte Projekte investieren, kannst du dein Konto eröffnen?

Alternative Banken in der Schweiz
In der Schweiz hast du zwei alternative Banken zur Auswahl, die nicht mit deinem Geld auf oben genannte Projekte spekulieren:

  • Die Alternative Bank Schweiz (ABS) mit Hauptsitz in Olten SO, 1990 gegründet durchABS_Alternative-Bank-Schweiz Hilfswerke und Bankenkritiker. Die Bank finanziert sich ausschliesslich mit den Spargeldern ihrer KundInnen. Als KundIn der ABS verzichtest du freiwillig auf die Zinsen, die Bank vergibt dafür Kredite mit vergünstigtem Zins für ausgewählte Projekte, z. B. in den Bereichen alternative Energien, biologische Landwirtschaft oder soziale Projekte. Die von der Bank erteilten Kredite werden jährlich im Anhang zum Geschäftsbericht mit Details wie Namen, Betrag und Verwendungszweck veröffentlicht. Die ABS verfügt über einen tiefen Fremdfinanzierungsgrad, tätigt keine Auslandgeschäfte und verzichtet auf strukturierte Finanzprodukte. Unversteuerte Gelder sind nicht erwünscht und jede/r NeukundIn unterschreibt bei Kontoabschluss, dass seine/ihre Gelder rechtmässig erworben und versteuert wurden.
  • Die Freie Gemeinschaftsbank Basel, 1984 in Dornach gegründet und seit 1999 mit Freie-GemeinschaftsbankGeschäftssitz in Basel. Als erste Schweizer Bank fördert sie einen anderen Umgang der Menschen mit Geld. Der gesamte Geldfluss ist an ethisch-spirituellen Kriterien ausgerichtet. So orientiert sich die Bank an der Anschauung und Lehre Rudolf Steiners, der sogenannten Anthroposophie.
    Als KundIn erhältst du – im Gegensatz zur ABS – Zinsen auf deine Geldeinlagen. Zinsgünstigen Kredite werden zukunftsweisenden, menschlichen und umweltfördernden Kreditprojekten in der Realwirtschaft vergeben (zertifizierte biologische Landwirtschaft, Freie Schulen, Kindergärten, Ausbildungsstätten, Heilpädagogik und Sozialtherapie, Arztpraxen, Kliniken, Therapeutika, Gewerbe, Handel, Restaurants, Ökologische Projekte, regenerative Energien, Kunstschulen, künstlerische Initiativen, Begegnungszentren, Altersheime, Gemeinschaftliches Wohnen und Wohnkredite). Eine Auflistung der unterstützten Projekte findet man auf der Website der Bank.

Die folgenden Videos zeigen auf einfache und verständliche Weise auf, welche Auswirkungen Nahrungsmittel-Spekulationen auf unsere Mitmenschen und Umwelt haben:

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